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Donnerstag, 25. Oktober 2007
Verzinkereigelände
Verzinkerei: SPD und CDU müssen auch kompromissbereit sein!
Eigentümer Fritz Huber in Ausschuss wg. Gewerbezentrum Hude-Süd einladen 

Die Kreusel - Fraktion im Rat der Gemeinde Hude sieht die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Axel Jahnz an ihrer Spitze am Zug, weitere Kompromissgespräche mit dem Eigentümer Fritz Huber bzw. mit der von ihm beauftragten Planungsgruppe Ammerland hinsichtlich der zukünftigen Nutzung des ehemaligen Huder Verzinkerei-Geländes zu führen - notfalls auch gegen den Willen der beiden großen Fraktionen, so die Kreusel - Brüder.

 

Zum Hintergrund:  Die 1. Veränderungssperre für das Verzinkerei-Gelände hat der Huder Gemeinderat öffentlich am 14.12.2000 beschlossen. Sie trat am 12.04.2001 in Kraft. Die erste Verlängerung der Sperre hat dann der neue Rat mehrheitlich am 19.12.2002 öffentlich beschlossen - mit Verlängerungswirkung bis zum 13.03.2004. Nun soll nochmalig eine zweite Verlängerung bis zum 31.12.2004 vom Rat beschlossen werden. Gemäß § 17 Abs. 2 BauGB ist eine zweite Verlängerung der Veränderungssperre nur unter besonderen Umständen zulässig. Ferner rückt die Gemeinde Hude mit der nochmaligen Verlängerung  immer näher an die sog. Vier-Jahres-Grenze heran, die sich am Zeitpunkt des Inkrafttretens (also 12.04.2001) orientiert. Dazu heißt es in  § 18 Abs. 1 Satz 1 BauGB: Dauert die Veränderungssperre länger als vier Jahre über den Zeitpunkt ihres Beginns (...) hinaus, ist den Betroffenen für dadurch entstandene Vermögensnachteile eine angemessene Entschädigung in Geld zu leisten.

 

Besondere Umstände, die eine zweite Verlängerung der Veränderungssperre gestatten, liegen nur vor, wenn die Verzögerung des Planverfahrens durch eine ungewöhnliche Sachlage verursacht worden ist und der Gemeinde im Zusammenhang damit nicht der Vorwurf eines Fehlverhaltens gemacht werden kann, erläutert Ratsherr Matthias Kreusel (Kreusel-Fraktion) die derzeitige Problematik und ergänzt: So kann die Gemeinde Hude mittels der Bauleitplanung den Geschäftsleuten der Parkstraße nicht etwa alle Sorgen abnehmen und schon gar nicht die Konkurrenz vom Leibe halten.

 

Ratsherr Jörg Kreusel (Kreusel-Fraktion) hält es daher für notwendig, dass der Eigentümer Fritz Huber in den nächsten Gemeindeentwicklungsausschuss eingeladen wird, um zum vorliegenden Bebauungsplanentwurf Nr. 71 Gewerbegebiet westl. der Straße- An der Verzinkerei- Stellung zu nehmen und seine Pläne für ein Gewerbezentrum in Hude-Süd mit einem Verbrauchermarkt aktuell zu erörtern: Mangelnde Kompromissbereitschaft von SPD und CDU führt ansonsten dazu, dass die Verzinkerei-Brache noch lange liegen bleibt und dann langsam zerfällt wie einst die Huder Klosterruine, meint Jörg Kreusel.

Verbrauchermarkt: "Verzinkerei Fläche vorrangig vor Wenke-Areal"
Kreusel-Brüder bringen Alternativgelände für Verbrauchermarkt ins Gespräch -
Die Zukunft der Hofstelle Wenke und die weitere Nutzung des Verzinkereigeländes ist zu einem Thema in Hude geworden. Das es weitere interessante und kreative Gestaltungsmöglichkeiten für diese Fläche im Ortskern von Hude gibt, hat SPD-Ratskollegin Ulrike Janz-Janzen aufgezeigt, als sie eine eigene Studienarbeit aus dem Jahr 1980 zur Gestaltung des Ortskerns der Öffentlichkeit in Erinnerung rief. Die erneut begonnene Diskussion über die Zukunft des Wenke-Areals kann nur begrüßt werden. Hier handelt es sich in jedem Fall um eine grundlegende Weichenstellung, die sich prägend auf den Ortskern auswirken wird. Im Interesse der Gemeindeentwicklung muss hier abgewogen werden, meinen Jörg & Matthias Kreusel, die einer angedachten Investorenlösung positiv gegenüberstehen, aber den Erhalt des heutigen Bauernhof-Gebäudes im Ortskern - wie von den Grünen angeregt wurde - eher kritisch betrachten.
Nun bringen die beiden Ratsherren Kreusel als erste politische Gruppierung des Huder Gemeinderates auch einen Alternativstandort für die Ansiedlung eines neuen Verbrauchermarktes in die politische Diskussion: Angesichts der Tatsache, dass aus der Parkstraße ein Verbrauchermarkt weggegangen ist (Plus - Markt) und in Hude-Süd ein weiterer Verbrauchermarkt ( Eurospar) verschwunden ist, sollte man einen Alternativstandort für einen neuen Verbrauchermarkt ernsthaft ins Auge fassen.
Hier drängt sich nahezu ein Teil des ehemaligen Verzinkerei-Geländes in Hude-Süd auf, meinen die Kreusel-Brothers, die dabei zumindest den bayerischen Unternehmer und heutigen Eigentümer des Verzinkerei-Geländes auf ihrer Seite haben dürften, der mit dieser Forderung bislang in den politischen Gremien der Gemeine Hude auf Granit biss.
Allerdings strebt die Gemeinde Hude für die zukünftige Nutzung des Verzinkerei-Geländes eine Lösung bis zum Ende des Jahres an, so dass sich ein Kompromiss geradezu aufdrängt.
Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Bereich der Verbrauchermärkte sehen die Kreusel-Brüder die Ansiedlung eines neuen Verbrauchermarktes auf dem Verzinkerei-Gelände als vorrangig gegenüber der Hofstelle Wenke an: Für eine Belebung des ehemaligen Verzinkerei-Geländes als neues Einkaufszentrum für Hude-Süd braucht man einen Verbrauchermarkt als Frequenzbringer. Dies trägt - nach Rückschlägen in der Vergangenheit (z.B. Umsiedlung der Post-Filiale in die Parkstraße, Stillstand bei der Beratung über die zukünftige Gestaltung des Schützenplatzes, etc.) - endlich mal zu einer Infrastrukturverbesserung in Hude-Süd bei, meinen Jörg & Matthias Kreusel.
Die gegenteilige Meinung eines Experten (Klotz) aus dem vergangenen Jahr, dürfe bei veränderten Rahmenbedingungen nicht weiter zu einem Stillstand in Hude-Süd führen. Wir können nicht alle politischen Aktivitäten im Bereich Einzelhandel bzw. Verbrauchermärkte nur auf die Parkstraße beschränken. Sonst verliert Hude-Süd den Anschluss an die gemeindliche Entwicklung, so die Ratsherren Jörg & Matthias Kreusel.