Anfragen für den Wirtschaftsausschuss am 27. Januar 2005 Hiermit stellen Wir frühzeitig vor dem Wirtschaftsausschuss folgende Anfragen, die bitte in der Wirtschaftsausschusssitzung seitens der Verwaltung oder des Wirtschaftsausschussvorsitzenden zu beantworten sind? 1. Wie will die Huder Gemeindeverwaltung und der Wirtschaftsausschuss der Gemeinde Hude nach der ablehnenden Ratsentscheidung zum Verzinkerei-Gelände die Einkaufssituation, insbesondere in Hude-Süd, verbessern, um einer Abwanderung von Kaufkraft nach Bookholzberg entgegenzuwirken? Zur Zeit findet eine Abwanderung von Kaufkraft, insbesondere in folgenden Siedlungen statt: Hude-Süd, insbesondere: - Langenberg mit Neubaugebiet,Langenberger Sand - Fuchsberg - Ladillensiedlung - Amazonensiedlung - Bornemannsiedlung mit der Schule,Hude-Süd, und Nordenholz - Teile von Vielstedt (Schafforth, Düsterforth) - Neubaugebiet,Obstgarten Hude-Nord zum Teil, z.B.: - St.-Peter-Siedlung - Teile vom Nordenholzer Moor (Imbäke) 2. Auf welcher Fläche in Hude-Süd will die Verwaltung und der Wirtschaftsausschuss der Gemeinde Hude, zumindest unter Wirtschaftsförderungsgesichtspunkten, eine verbesserte Grundversorgung sicherstellen, insbesondere unter Berücksichtigung folgender Schließungen / Abwanderungen: Verbrauchermarkt - Eurospar, Heinrich-Dreyer-Str. Warengeschäfte - Nettig, Tulpenweg - Saat, Waldstr. - Cordes, Ladillenweg - Schulz, Breslauer Str. Schlachtereien - Jansen, Hohelucht - Drees, Ulmenstr. - Winterstein, Waldstr. Drogerien - Göhrmann, Hohe Str. - Nowak, Hohe Str. Textilgeschäft - Schlake, Hohe Str. Dorfgastwirtschaft Zum alten Hermann - mit den Bäckereien Bultmeier und dann Stubbemann, Langenberg Schuhgeschäft - Mehldau, Nordenholzer Str. 3. Welche Wirtschaftsförderungsmaßnahmen im weitesten Sinne können seitens der Verwaltung und der Politik zur Sicherung des z.Zt. noch bestehenden Einzelhandels in der Hohen Str. und in der Schützenstraße ergriffen werden? Kreusel- Fraktion im Rat der Gemeinde Hude
Kreusel-Fraktion: VdK-Unterschriftensammlung muss Umdenken einleiten!Auf Antrag der Kreusel-Fraktion wurde die einzelhandelsbezogene Versorgung im Bereich Hude-Süd Thema in der Ratssitzung am 19.12.2002. Außerdem hat der der VdK-Ortsverband Hude bereits, Unterschriften für die Neuansiedlung eines Verbrauchermarktes in Hude-Süd in der Einwohnerfragestunde des Rates an Bürgermeister Axel Jahnz übergeben .Die VdK-Unterschriftensammlung muss ein Umdenken einleiten. Wir brauchen einen neuen Verbrauchermarkt in Hude-Süd, fordert die Kreusel-Fraktion. Konkret stellt die Kreusel-Fraktion drei Initiativanträge für Hude-Süd:
1. Die Gemeinde Hude wird im Rahmen ihrer Wirtschaftsförderung alles unternehmen, um nach der aktuellen Schließung des Eurospar-Verbrauchermarktes einen Ersatzstandort für einen neuen Verbrauchermarkt in Hude - Süd / Langenberg zu finden. Die Gemeinde Hude begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die äußerst erfolgreiche VdK-Unterschriftensammlung, die einen Kurswechsel in der bisherigen Gemeindeentwicklungs- und Wirtschaftsförderungspolitik der Gemeinde Hude einleiten wird. 2. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes Nr. 71 Gewerbegebiet westlich der Straße An der Verzinkerei wird angesichts der aktuellen Schließung des Eurospar-Verbrauchermarktes mit neuen Vorgaben und Festsetzungen erfolgen, um ein umweltverträgliches und innovatives Gewerbeareal mit Lebensmittel-, Baustoff-, Möbel-, Textilmärkten sowie einem Schuhgeschäft in Hude - Süd und Langenberg zu ermöglichen. Ein zukunftsfähiges Gewerbeareal wird nur zu errichten sein, wenn auch ein Verbrauchermarkt als Frequenzbringer mitzugelassen wird. 3. Um zu verhindern, dass die Gemeindeteile Hude - Süd und Langenberg immer mehr an Attraktivität verlieren und von der gemeindlichen Entwicklung abgehängt werden, wird die Gemeinde Hude im Rahmen ihrer Möglichkeiten alles versuchen, um für die ehemaligen Flächen des Betonwerks Hude und der Ziegelei Wienerberger neue gewerbliche Entwicklungschancen zu ermöglichen. Herbe Rückschläge für Hude-Süd - Kehrtwende jetzt notwendig!Die Kreusel - Fraktion schlägt Alarm. Die Gewerbesituation in Hude-Süd und in Langenberg habe sich in jüngster Vergangenheit dramatisch zugespitzt. Mit einer Gemeindepolitik der ruhigen Hand muss endlich Schluss sein. Angesichts der herben Rückschläge in Hude-Süd und Langenberg ist eine politische Kehrtwende in der Gemeindeentwicklungs- und Wirtschaftsförderungspolitik jetzt notwendig, so die Kreusel - Fraktion. Obwohl bereits seit Monaten in den politischen Gremien der Gemeinde Hude bekannt war, dass der Verbrauchermarkt an der Heinrich-Dreyer-Straße (Eurospar) seine Tore zum Jahresende schloßen hat, sprach sich im Gemeindeentwicklungsausschuss eine SPD/CDU-Mehrheit gegen eine neue Marktansiedlung in Hude-Süd und Langenberg aus. Damit werden die Chancen für ein zukunftsfähiges, umweltverträgliches und innovatives Gewerbeareal auf dem ehemaligen Verzinkerei-Gelände (mit Lebensmittelmarkt, Baustoffmarkt, Möbelmarkt, Textilmarkt und einem Schuhgeschäft) zunichte gemacht. Es besteht somit die ernsthafte Gefahr, dass uns ein langsam verfallendes Verzinkerei-Gebäude am Ortseingang noch lange Zeit erhalten bleibt und dort keine neuen Arbeitsplätze geschaffen werden, so die Kreusel-Brüder.  Zunehmend gewinne man den Eindruck, dass sich die zukünftige Entwicklung der Gemeinde nur noch in Hude-Nord und dort speziell in einem Teilbereich der Parkstraße abspielen soll: Dabei hat Hude-Süd bereits in der jüngsten Vergangenheit herbe Rückschläge hinnehmen müssen. Man denke nur an den Weggang der Postfiliale und die auf Jahre fehlenden Mittel für die Ortskernsanierung im Bereich Hohe Straße, Schützenstraße und Schützenplatz. Aktuell komme in Langenberg die Schließung der Ziegelei Wienerberger und des Betonwerks Hude hinzu, ohne dass der Huder Gemeinderat bislang Zukunftsvisionen für Hude-Süd und Langenberg entwickelt habe. Ein angemessener Ausgleich für Hude-Süd und eine Belebung der brachliegenden Flächen in Langenberg ist offenbar nicht erwünscht. Hier ist ein politischer Kurswechsel notwendig. Entwicklungspotentiale in Hude-Süd und Langenberg müssen endlich genutzt werden. Es kann nicht sein, dass der größte Ortsteil bei der einzelhandelsbezogenen Versorgung und bei der gewerblichen Entwicklung der Gemeinde Hude abgehängt wird. Verlierer sind wieder einmal die Verbraucher - insbesondere im Bereich Langenberger Sand und Ladillen-Siedlung. Entscheidend ist, dass die Huder Politik durch realistische Vorgaben und Festsetzungen die Schaffung eines zukunftsorientierten, verbraucherfreundlichen und umweltverträglichen Gewerbeareals auf dem ehemaligen Verzinkerei-Gelände ermöglicht und eine Zukunftsstrategie für Langenberg entwickelt. Wirtschaftsförderung darf nicht nur Bestandspflege im Bereich der Parkstraße sein, sondern muss auch Neuansiedlungen in Hude-Süd und Langenberg ermöglichen. |